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Spontaner Poerty-Spaß

  • 08.01.20178/01/17

Heute bin ich als Opener zusammen mit Felix an der Gitarre mit einem Impro-Märchen beim Sprachrohr Poetry Slam aufgetreten. Einer der Teilnehmer fiel aus und so hab ich als spontaner Ersatz am eigentlichen Event teilgenommen und bin eingesprungen. Dabei hab ich eine Geschichte und in der zweiten Runde einfach mal einen Songtext vorgetragen  – es war ja nichts geplant und so musste eben der Songtexte als Slam herhalten.

Musik dazu folgt – Felix und ich arbeiten dran. 🙃

Hier der Songtext:
Der Schatten des dicken Jungen aus den 90ern

Strophe: Mit dem Skateboard zum Bolzplatz – Barfuß wieder zurück – das war der Preis den man zahlte, hatten die anderen Glück. Wir aßen Matschbrötchen – politisch korrekt, die verbotenen Hefte waren im Baumhaus versteckt. Wir waren Agenten in geheimer Mission – bei Vater, Mutter, Kind – war keiner gerne der Sohn – wir hatten so genug Regeln, die galt es zu halten und Sonntags in der Kirche brav die Hände zu falten.

Bridge: Was ist davon noch übrig, was ist geblieben – haben wir die Geister besiegt – sie auf ewig vertrieben…

Refrain: Wenn die Sonne mich anlacht, dann ist er immer noch da – der Schatten des dicken Jungen aus den 90ern – mit seiner Spange im Mund, dem Popel in seiner Nase, mit dem Pickelgesicht, der Ministrantenblase. Wenn ich hinter mich Blicke, ist er immer noch da – der Schatten des dicken Jungen aus den 90ern – mit seinen fettigen Haaren, Cordhose voll Sand, keinen Pfennig in der Tasche, immer völlig abgebrannt.

Strophe: Gespenstergeschichten vom Kiosk und Knallfrösche auch – zu viele saure Schnüre und Brause im Bauch. Wir rauchten nur heimlich – in unserm Versteck – wenn einer was Petze, fraß er ne Handvoll mit Dreck. Wir waren zu cool um mit Helm rumzufahren, es galt im schrecklichen Outfit die Fassung zu wahren – Levis war viel zu teuer, Reebok Pump Offenbarung – Hubba Bubba Kirsch-Cola eine Nahtoderfahrung.

Bridge: Was ist davon noch übrig, was ist geblieben – haben wir die Geister besiegt – sie auf ewig vertrieben…

Refrain: Wenn die Sonne mich anlacht, dann ist er immer noch da – der Schatten des dicken Jungen aus den 90ern – mit seiner Spange im Mund, dem Popel in seiner Nase, mit dem Pickelgesicht, der Ministrantenblase. Wenn ich hinter mich Blicke, ist er immer noch da – der Schatten des dicken Jungen aus den 90ern – mit seinen fettigen Haaren, Cordhose voll Sand, keinen Pfennig in der Tasche, immer völlig abgebrannt.

C-Teil: Und wenn ich mich genau erinner ́- so ist es gar nicht mehr so schlimm – dass ich dieser Junge aus den 90ern bin. Denn wir hatten noch Helden, trotzten jeder Gefahr – ich wünschte dieser Mut wäre heute noch da.

Denn wenn die Sonne mich anlacht, dann wird mir klar – ich bin der Schatten des dicken Jungen aus den 90ern.

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