GEDICHTE-TEXTE-GESCHICHTEN FÜR EUCH
-->Ein neues Gedicht für ein bezauberndes, kleines Mädchen:
Das Kind auf dem Kissen – Januar 2008 голова болит секс
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Nach Schmerzen & Liebe
war es vollbracht.
Das Kind war geboren,
um 14 Uhr 08.
Zwei Tage vergingen,
ohne zu wissen,
wie es wird heißen,
das Kind auf dem Kissen.
Keine 4000 Gramm,
ein knapper halber Meter.
Wir wurden uns einig
und nannten sie Greta.
Nun wollen wir danken
für all eure Worte,
Geschenke& Karten.
Das Kind braucht viel Liebe,
drum musstet ihr warten.
(Dankeskarte zur Geburt für Greta Heller, 2008)
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Meine erste Kurzgeschichte – Geschrieben bei 10 Tassen Milchkaffe, 2 Schachteln Gauloises & 14 Taschentücher (Schnupfen) in der RÖHRE Moers.
Alice der Denker und der Nichts Barb Wire dvdrip голова болит секс
“In dieser Stadt ist das Ableben der einzige Weg heraus aus dem ewig gleichen Verlauf der Dinge“, dachte der Denker während ihm laute Free-Jazz-Elemente die Ohren betäubten.
„Wieder dieses Cafe!“, hämmerte eine Stimme in seinem Kopf „Wieder diese Gesichter“, führten ihn seine Gedanken weiter. „Gesichter, deren Verzweiflung aus kleinen Lautsprechern, die in Position Ihrer Augen saßen, sprach und wehleidig klagend den Raum zwischen den Tönen der Musik füllten.
Wie mit dem Tisch verwachsen stützte seine linke Hand seine glühende Stirn, während seine Augen im Wechsel links und rechts an dieser Stütze vorbei den Raum beobachteten. Er versuchte seinem Gefühl einen Namen zu geben: „Ängstliche Melancholie“ – so würde er es nennen. Eine Mixtur aus Angst und Sehnsucht nach mehr, jenseits der Kreise oder im Dunkel. Nicht resignierend, eher noch unterschwellig hoffnungsvoll und doch verzweifelt. Irgendwie alles zusammen und doch schien jede dieser Gefühlsregungen mit der Anderen im Kampf zu stehen.
Am liebsten würde er mit jedem dieser Gefühle schlafen, um sie wenigstens teils zu befriedigen oder kurz zum Schweigen zu bringen. Doch das wäre als würde Alice vor dem Spiegel an sich herum spielen anstatt durch ihn hindurch ins Wunderland zu gehen. Das ist absurd und unmöglich, dachte er und schüttelte den Gedanken mit einem Augenaufschlag ab um ihn direkt wieder aufzugreifen. Es ist wohl eher möglich das irgendeine Alice mit sich selbst die Zeit vor dem Spiegel vertreibt, als die Möglichkeit das sie durch das Glas schreitet und in eine parallele Welt voller Zerrfarben und verrückter Dinge verschwindet.
Ein Mann mit strubbeligem Bart und zerlumpten Kleidern riss ihn aus seinen Gedanken. Es war der Taubstumme, der jeden Abend seine Runden durch die Cafes der Stadt zog und Anstecker verkaufte. Er legte immer eine Visitenkarte auf den Tisch der Gäste, auf der so etwas stand wie: „Ich bin taubstumm. Kaufen Sie einen Anstecker und retten Sie mich. Danke!“
Mit der gewohnten Handbewegung zückte er eine Karte und legte sie neben die Tasse des melancholischen Denkers. Desinteressiert an den Worten legte er etwas Geld auf die Karte und schob diese beiseite. Forsch schob der Taubstumme sie zurück und wies mit einem unwirklichen Laut auf die Karte hin. Genervt blickte er nun doch auf die Karte und las zu seiner Überraschung: „Folge mir!“
Verwirrt sah er den Bettler an, welcher nun breit grinsend neben ihm stand und ihm zuzwinkerte. Im Bann der Verwirrung rutschte er von seinem Hocker, zog seinen Mantel an und folgte dem Bettler Richtung Tür. Der Denker sah aus dem Cafe auf den hell erleuchteten Marktplatz, doch als er die Tür aufstieß standen da nur noch Trümmer, und grauer Nebel umzüngelte die kalten Straßen.
Erschrocken rannte er zurück ins Cafe und dort durch die Türe sah alles wieder normal aus. Vor der Scheibe stand der Bettler und winkte ihn zu sich heran. Vorsichtig öffnete er die Tür und schritt ins Ungewisse. Wie angewurzelt blieb er mit dem Rücken zum Cafe stehen. „Wo ist der Taubstumme?“ dachte er für sich. „Hier!“ rief eine Stimme hinter seinem Rücken. Er drehte sich um und sah den Bettler in einem schwarzen Anzug vor sich stehen.
Hinter dem Bettler standen nur noch die rauchenden Trümmer des Cafes. „Wo bin ich?“, kreiste es in seinem Kopf. „In der Welt hinter Deinen Gedanken“ sagte der nun nicht mehr taubstumme Bettler. „Die Welt nach der Du verlangst mit jedem Atemzug Deines Seins.“ Die Welt nach der ich verlange? Ich wollte doch nur, dass nicht immer alles gleich bleibt, so belanglos und nichtig, immer nur um das Nichts kreisend“
„Das hier ist das Nichts – so sieht es aus – und Du bekommst es von Demjenigen gezeigt, den alle für einen Nichts halten. Ich bin der Hüter des Nichts – der Wächter über den nichtswertigen Raum der Belanglosigkeit. Jeder bekommt in der anderen Welt dreimal die Chance das Nichts zu respektieren, indem er einen Anstecker von dem armen Taubstummen kauft. Doch die meisten sind arrogant und halten mich für unwürdig, finden mich abstoßend und ekelhaft. Dann nach dem dritten Mal, ohne einen Anstecker zu kaufen, zerre ich diese arroganten Menschen in meine Welt, in die Welt in der nichts von ihren Wichtigkeiten existiert. Ein Ort jenseits ihres Verlangens. Doch Du warst anders, Hunderte Male legte ich Dir einen Anstecker und meine Karte hin und jedesmal legtest Du mir etwas Geld hin. Doch in Deinem Kopf verlangtest Du danach diese Welt zu verlassen. Doch ich konnte Dich nicht mitnehmen, respektiertest Du das Leben ja und gabst etwas von Dir an mich.“
„Warum bin ich dann hier?“ fragte er den Taubstummen. „Weil ich Deinen Plan vereiteln will.“ „Meinen Plan?“ „Du wolltest heute Nacht in dem Cafe Deinem Leben ein Ende setzen und Dich in das Nichts stürzten. Deshalb zeige ich es Dir, das Nichts, damit Du siehst, dass Dein Leben nicht wertlos oder gewöhnlich ist. Dein Leben bietet viele Möglichkeiten; Möglichkeiten, die Du hier zwischen den Trümmern nicht hast. Komm, wir tauschen einen meiner Anstecker gegen den Revolver in Deiner Tasche.“
Unverständlich und steif griff er in seine Manteltasche und zog eine Pistole aus seiner Tasche und gab sie zögerlich dem Taubstummen. Dieser zog einen Anstecker mit langer Nadel aus seiner Tasche und schritt auf den verwirrten Denker zu. „Was tust Du?“ fragte dieser. „Ich stecke Dir die Nadel an und schicke Dich zurück. Du musst mir nur versprechen das Leben und die kleinen Dinge mit offenen Augen zu sehen.“ Der Taubstumme setzte die Nadel an und schob sie ihm mit einem kurzen Ruck mitten ins Herz. Dieser schloss seine Augen vor Schmerz und stieß einen lauten Schrei aus. Als er seine Augen wieder öffnete, saß er wieder im Cafe.
Er fasste sich an die Brust und an seinem Mantel hing eine kleine Anstecknadel, ein organisches Herz. Eilig zückte er etwas Geld, legte es neben seine Tasse und verließ fluchtartig das Cafe. In der Tür stieß er mit dem Taubstummen in Lumpen zusammen. Ängstlich schaute er den Bettler an. Der Taubstumme lächelte, zückte eine Karte und steckte sie dem Verängstigten zu, dann drehte er sich um und ging. Mit stockendem Atem schaute der Denker auf die Karte und las zum ersten Mal mit vollem Bewusstsein die dort aufgedruckten Worte:
„Ich bin Taubstumm. Kaufen Sie einen Sticker und retten Sie SICH. Bitte!“
Markus Grimm 15.2.2004






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